Stand 10/2018 © find—me!

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VOR DEM ERSTEN EINSATZ

find—me! vor der ersten Skitour, dem ersten Tiefschneetag vorbereiten.

 

Am Ski

Zuerst die beiden Knebel-Kordel-Skibefestigungen an der Bindung befestigen.

3 Möglichkeiten:

Am besten am vorderen Backen der Skibindung, jedoch auch hinten oder am Ski-Stopper möglich.

 

3 Möglichkeiten: die find---me Kordel am Vorderbacken, Hinterbacken oder am Skistopper befestigen.

die find—me Kordel am Vorderbacken, Hinterbacken oder am Skistopper befestigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die find—me! Knebel-Kordel kann auf der Bindung verbleiben. Damit die Kordel nicht „herumhängt“, den Knebel nochmals durch das “aufgespaltene“ Kordelband ziehen.

 

Bänder beschriften

find---me Bänder beschriften!

Bei mehreren Verschütteten lassen sich diese leichter zuordnen und lokalisieren.

 

 

 

 

 

 

 

1. Name
2. Persönliche Handynummer und
3. ICE-Nummer (In Case of Emergency, also die Nummer der Person
die bei einem Notfall informiert werden soll).
Drei mal auf die Bänder schreiben (am kurzen Ski-Band, bei 7 m und bei 4 m).
Am besten mit einem wasserfesten Stift.

 

Vorteil und Sinn:

Eventuell zusätzliches Orten durch Anrufen. Im Ernstfall hat nicht jeder von jedem Kameraden die Handynummer gespeichert. So kann neben der optischen auch sofort akustisch gesucht werden. Und der Verschüttete weiß: Hilfe naht!
Bei mehreren Verschütteten lassen sich diese leichter zuordnen und lokalisieren.

 

Kordel-Länge auf Skischuh abstimmen

Mit einem Knopf das find---me auf die Skischuhgröße fix einstellen

Mit einem Knopf find—me! auf die Skischuhgröße fix einstellen

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem Tanka-Klemmverschluss kann man die richtige Kordellänge zwischen Bindung und find—me! Tasche einfach einstellen. Abgestimmt auf den Skischuh und die Bindung. Der Tanka steckt dann in der Tasche. Er erschwert ein unbeabsichtigtes Herausziehen der Bänder aus der Tasche. Die Kordel sollte straff sein.

 

Tipps:

Wenn Du es auf deinen Skischuh eingestellt hast, mach einen Knoten hinter dem Tanka. Dann hast du deine Einstellung „fixiert“ Wenn Du mehrere Skier hast, dann kannst Du Knebelkordel nachbestellen und musst nicht immer auf verschiedene Skier umhängen.
Bänder verbinden.
1. Die langen Bänder mit der Tasche innen verbinden
2. Den Klettverschluss zwischen langen und kurzen Bändern verbinden
3. Bänder in die Tasche stopfen, NICHT rollen. Den letzten Meter in das kleine Fach unter dem Klettverschluss stopfen.

 

 

Vor jedem Einsatz

Sicherheits-Check

Klettverschuß geschlossen?! find---me Bänder einfach in die Tasche zurückstopfen, nicht rollen

Vor jeder Skitour zur eigenen Sicherheit überprüfen:
Sind die langen Bänder mit der Tasche verbunden? (Sollte ohnehin immer sein!)
Sind die langen mit den kurzen Ski-Bändern durch den Klettverschluss verbunden?

 

Im Gelände ausgelöst

Find---me Bänder werden gestopft, nicht gerollt

Klettverschluss wieder verbinden. Anschließend die Bänder in die Tasche zurückstecken.

NICHT ROLLEN! Am besten mit den beiden Daumen hineinstopfen.

 

 

 

 

Tipps:

Den letzten Meter – gegen unbeabsichtigtes Herausrutschen – in das kleine Taschenfach unter dem Taschenklettverschluss stecken.
Die Kordel mit dem Tanka in die Tasche stecken und die Tasche mit dem Klettverschluss verschließen. Die restliche Kordel mit dem Knebel-Ring hängt aus der Tasche ca. 10 bis 20 cm heraus. Je nach Schuhgröße und Bindung.

 

In gefährlichem Gelände einfach die Bänder wieder am Ski einhängen, aber zusammenpacken und in die Anoraktasche stecken. So abfahren bis zu einer sicheren Stelle und erst dort die Bänder in die find—me-Taschen zurückstecken.  Auch während so einer Abfahrt ist find—me! „scharf“.

 

 

 

Vor dem Skitourenstart, vor der Abfahrt

Über oder unter der Skihose find---me! um den Skischuh schnallen

Über oder unter der Skihose find—me! um den Skischuh schnallen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. find—me! Taschen am Skischuhschaft befestigen. An der Vorder- oder Außenseite über oder unter der Skihose.
2. Den Tanka-Klemmverschluss auf ca. 10 cm justieren und in die Tasche reinpacken. Anschließend so weit als nötig rausziehen (Abstand find—me zum Knebel an der Bindung). Die Kordel soll am besten unten aus der Tasche herauslaufen und relativ straff verbunden sein.

 

Beim Start:

Den Knebel durch den Ring ziehen und damit mit dem Lawinen- und Tiefschneeband verbinden.
Damit ist find—me! „scharf“ geschalten.

 

Immer einsatzbereit

Sobald sich nun ein Ski löst, zieht er das 10 m lange (8 m + 2 m ) Lawinen- und Tiefschneeband aus der Tasche heraus. Der Vorteil ist, dass find—me! ohne Batterie, Gaspatrone, Service funktioniert. Also die perfekte Ergänzung zu gängigen Rettungssystemen.

 

Nach dem Skitag: Trocknen

Wir empfehlen die Bänder nach einer Skitour, Tiefschneefahren, … zu Hause aus den Taschen zu nehmen und zu trocknen.
Nach dem Auslösen im Tiefschnee oder in einer Lawine auf Einrisse oder andere Zerstörung kontrollieren.

 

 

Weitere praktische Funktionen

Lawinenunglück:

  • Sofort optische Suche nach Person oder  find—me! Bänder.
  • Dämmerung: mit Taschenlampe, Foto/Handyblitz suchen (reflektierender Aufdruck auf find—me!)
  • An den Bändern ziehen und mit Feinsuche (LVS, Sonde) starten. Entfernung zum Schuh des Verschütteten laut find—me Band. Der Kopf ist also rund 1,7 m entfernt!
  • Bei mehreren Verschütteten: Namen auf den Bändern erleichtern sortieren, zuordnen und organisieren der Suchorte.
  • Handynummern stehen auf den roten Bändern und man kann den Verschütteten anrufen (Akkustiche Ortung und der Verschüttete weiß, dass Suche naht)
  • Lawinenhunde, die auf Mensch und Material ausgebildet sind, haben zusätzliche „Spur“ – dadurch schnellere Feinortung

 

Helikopter einweisen.

Derjenige, der mit dem Piloten telefoniert weist ein. Helikopter fliegt gegen den Wind an!

find---me! zeigt dem Helikopter Piloten die Windrichtung

find—me! zeigt dem Helikopter Piloten die Windrichtung

 

Not kennt kein Gebot. Zusätzlich Sicherheitsvorteile in Extremsituationen:

(wenn kein anderes medizinisches/alpines Rettungsmaterial vorhanden ist)

  • Rasches Sperren von Pisten, wenn ein Verletzter auf der Piste liegt
    Generell Signalbänder im Gebirge, auf Skipisten
  • Signalband für Notsignale
  • Verzurren/Fixieren von Material und Mensch (2 x 8 m-Bänder sind ca. 16 m Reserve- „Seil“ zum z.B. Sichern von Verletzten (z.B. gegen Abrutschen))
  • Anlegen von Druckverbänden um Blutungen zu stoppen
  • Anlegen von Notverbänden, Schienen (Stabilisieren und Schienen von z.B. gebrochenem Bein)

 

 

 

ALLE 27 FUNKTIONEN VON FIND—ME! IM ÜBERBLICK: >> Link